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Moderne IT soll vor allem eins: zuverlässig funktionieren. Sie soll Abläufe vereinfachen, Daten verfügbar machen und Mitarbeitenden den Alltag erleichtern. Doch mit jedem neuen Cloud-Service und jeder zusätzlichen Schnittstelle wächst die Abhängigkeit.

Was passiert zum Beispiel, wenn ein Anbieter plötzlich seine Nutzungsbedingungen ändert? Wenn Daten ausserhalb Europas gespeichert werden? Oder wenn Sie den Zugriff auf kritische Systeme kurzfristig verlieren?

Der Souveränitäts-Check von Open Circle zeigt, wie unabhängig Ihre IT tatsächlich aufgestellt ist. Er macht sichtbar, wo Sie bereits souverän handeln und wo vielleicht unbemerkt Risiken entstanden sind. Diese Risiken fallen Ihnen im Alltag oftmals gar nicht auf, sie können aber im Ernstfall teuer werden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Souveränitäts-Check von Open Circle ist ein kostenloser Online-Selbsttest, der Unternehmen hilft, den Grad ihrer digitalen Eigenständigkeit zu erfassen.
  • Er bewertet sechs zentrale Themenbereiche: Kontrolle, digitale Resilienz, Unabhängigkeit, Transparenz, Bildung sowie Strategie & Governance.
  • Die Ergebnisse zeigen, wie unabhängig, sicher und strukturiert die IT eines Unternehmens aufgestellt ist.
  • Die Auswertung priorisiert Handlungsfelder, zeigt konkrete nächste Schritte auf und unterstützt Unternehmen dabei, ihre digitale Souveränität gezielt zu stärken.

So funktioniert der Selbstcheck

Der Souveränitäts-Check ist ein Online-Selbsttest, der in wenigen Minuten durchgeführt werden kann. Er richtet sich an KMU und liefert eine fundierte Einschätzung des eigenen digitalen Souveränitätsgrads.

Der Test besteht aus einer Reihe von Aussagen, die verschiedene Aspekte der IT-Struktur abbilden. Teilnehmende bewerten, wie stark diese Aussagen auf ihr Unternehmen zutreffen – von „trifft voll zu“ bis „trifft gar nicht zu“. So entsteht ein differenziertes Bild über den aktuellen Stand in sechs Themenfeldern: Kontrolle, digitale Resilienz, Unabhängigkeit, Transparenz, Bildung sowie Strategie & Governance.

Beispiele für solche Bewertungspunkte sind:

  • „Mein Unternehmen schult die Mitarbeitenden über Datenklassifizierungen und deren Umgang.“
  • „Wenn der Cloud-Service-Anbieter nicht mehr existiert, kann ich aus der Datensicherung den Service an einem anderen Ort wiederherstellen.“
  • „Die IT-Infrastruktur meines Unternehmens ist gegen Datenverluste abgesichert.“

Nach Abschluss erhalten Teilnehmende eine automatische Auswertung, die den Reifegrad in jedem Themenfeld darstellt. Ergänzend gibt es konkrete Handlungsempfehlungen, wie sich einzelne Bereiche gezielt verbessern lassen.

Die sechs Themenbereiche digitaler Souveränität

1. Kontrolle – wissen, wo Daten liegen und wer Zugriff hat

Kontrolle ist das Fundament digitaler Souveränität. Unternehmen müssen jederzeit nachvollziehen können, wo Ihre Daten gespeichert sind, wer darauf zugreifen kann und unter welcher rechtlichen Zuständigkeit sie liegen.

Fehlt dieser Überblick, entstehen schnell Risiken: Daten können auf Servern ausserhalb Europas verarbeitet werden, wo andere Datenschutzgesetze gelten. Oder Zugänge werden nicht zentral verwaltet, sodass ehemalige Mitarbeitende weiterhin Zugriff behalten. Auch unverschlüsselte Übertragungen oder schlecht gesicherte Cloud-Speicher zählen zu den häufigsten Schwachstellen.

2. Digitale Resilienz – Ausfälle überstehen und handlungsfähig bleiben

Resilienz zeigt, wie robust und vorbereitet eine IT-Infrastruktur wirklich ist. Denn auch gut gesicherte Systeme können ausfallen, etwa durch Cyberangriffe, Stromausfälle, menschliche Fehler oder Hardwaredefekte.

Viele Unternehmen verlassen sich auf automatische Backups, testen diese aber nie. Oder sie besitzen zwar einen Notfallplan, wissen jedoch nicht, wer im Ernstfall die Verantwortung trägt. Solche Unsicherheiten führen dazu, dass kritische Systeme im Störungsfall länger stillstehen als nötig wäre.

3. Unabhängigkeit – vermeiden, sich zu stark an Anbieter zu binden

Abhängigkeiten entstehen meist schleichend. Wenn Kernsysteme nur auf einer proprietären Plattform laufen, wenn Daten in Formaten gespeichert werden, die sich nicht exportieren lassen, oder wenn ein Dienstleister den Betrieb diktiert. Fällt dieser Partner aus oder ändert seine Bedingungen, kann das den gesamten Geschäftsbetrieb beeinträchtigen.

Digitale Unabhängigkeit bedeutet, die Kontrolle über die eigene Infrastruktur zu behalten – auch und gerade, wenn externe Anbieter im Spiel sind.

4. Transparenz – verstehen, welche Systeme im Einsatz sind

Ohne Transparenz verlieren Unternehmen schnell den Überblick über ihre eigene IT. Oft sind über Jahre zahlreiche Tools, Cloud-Dienste und lokale Anwendungen gewachsen, die nebeneinander bestehen, teilweise ohne zentrale Freigabe oder Dokumentation.

Das führt zu Sicherheitslücken, doppelten Kosten und unklaren Verantwortlichkeiten. Wenn ein Dienst ausfällt oder ein Sicherheitsvorfall auftritt, weiss niemand genau, wer zuständig ist oder welche Systeme betroffen sind.

5. Bildung – Wissen und Kompetenz im Umgang mit IT

Technische Sicherheit ist nur so stark wie das Bewusstsein der Menschen, die mit ihr arbeiten. Fehlende Schulungen, unklare Richtlinien oder mangelnde Sensibilisierung gehören zu den häufigsten Ursachen für Sicherheitsvorfälle.

Viele Mitarbeitende wissen zum Beispiel nicht, welche Daten vertraulich sind oder wie sie mit sensiblen Informationen umgehen sollen. Auch Themen wie Phishing, Passwortsicherheit oder Datenfreigaben werden im Alltag unterschätzt.

6. Strategie & Governance – klare Leitlinien und Zuständigkeiten

Fehlt eine übergreifende IT-Strategie, werden Entscheidungen oft ad hoc getroffen. Neue Tools werden eingeführt, ohne sie auf Datenschutz oder Abhängigkeiten zu prüfen. Richtlinien existieren zwar auf dem Papier, werden aber nicht regelmässig aktualisiert.

Strategie und Governance bilden daher den organisatorischen Rahmen digitaler Souveränität. Ohne klare Regeln, Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten greifen technische Massnahmen nur punktuell und nicht einheitlich.

Der Check umfasst sechs Themenfelder der digitalen Souveränität

Wie der Check Ihnen hilft, digital souverän zu werden

Der grösste Nutzen des Souveränitäts-Checks von Open Circle liegt in seiner Klarheit. Er übersetzt komplexe IT-Strukturen in ein verständliches, objektives Bild und zeigt, wie souverän ein Unternehmen tatsächlich handelt.

Viele Organisationen nutzen die Auswertung, um ihre IT-Strategie gezielt weiterzuentwickeln. Sie sehen auf einen Blick:

  • welche Bereiche bereits gut aufgestellt sind
  • wo Abhängigkeiten von Anbietern bestehen
  • welche Massnahmen den grössten Effekt besitzen

Der Check ist bewusst praxisorientiert gestaltet, damit die Ergebnisse nicht in einer Schublade verschwinden, sondern in Bewegung kommen. Jede Handlungsempfehlung ist so formuliert, dass sie sich ohne grossen Aufwand umsetzen lässt, ganz egal ob intern oder gemeinsam mit einem IT-Partner. Manche Unternehmen nutzen die Resultate, um interne Richtlinien zu überarbeiten, andere, um Governance-Strukturen zu stärken oder Prozesse verständlicher zu dokumentieren.

Der Check bietet darüber hinaus weitere Vorteile:

  • Er hilft, Investitionen gezielter zu steuern und Mittel dort einzusetzen, wo sie den grössten Nutzen bringen.
  • Er schafft Transparenz gegenüber Aufsichtsbehörden, Kunden und Partnern, weil Entscheidungen nachvollziehbar dokumentiert sind.
  • Er lässt sich regelmässig wiederholen und zeigt dadurch messbare Fortschritte.
  • Er stärkt das Vertrauen in die eigene IT-Strategie, weil Entscheidungen auf überprüfbaren Fakten statt auf Bauchgefühl beruhen.
Die Auswertung zeigt auch, wie Sie im Vergleich zu andern KMU aufgestellt sind

Fazit: Ein klarer Blick auf die eigene IT

Unser Souveränitäts-Check bietet Ihrem Unternehmen eine einfache und schnelle Möglichkeit, den Stand Ihrer digitalen Souveränität zu prüfen. Die Auswertung schafft Transparenz, macht Stärken und Schwächen sichtbar und liefert konkrete Anhaltspunkte für nächste Schritte.

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