Deutsch

Open Circle AG – Zürich
Freilagerstrasse 32
8047 Zürich

Open Circle AG – Bern
Lagerhausweg 30
3018 Bern

Zurück

Am Thema interne vs. externe IT scheiden sich die Geister. Manche Unternehmer behalten am liebsten alles im Haus, andere vertrauen auf die Fachexpertise von IT-Dienstleistern. Inhouse-Lösungen sehen auf den ersten Blick einfacher aus, doch das kann täuschen – vor allem hinsichtlich der finanziellen Aspekte. Hier erfahren Sie, welche Vorteile die beiden Vorgehensweisen bringen und ob sich vielleicht auch eine Hybrid-Lösung anbietet.

Das Wichtigste in Kürze

  • Viele Unternehmer schrecken vor IT-Outsourcing zurück. Die Gründe reichen von den initial oft hohen Kosten über die Sicherheit und Transparenz bis hin zu Abhängigkeiten.
  • Bei näherer Betrachtung zeigt sich, dass all diese Probleme unbemerkt bei internen Lösungen und im typischen Angestelltenverhältnis auftreten können.
  • Externe Dienstleister hingegen treffen in der Regel sofort Massnahmen, um sie zu beheben.
  • Dennoch gibt es diverse Argumente, die für ein Hybrid-Modell sprechen – die Mischung aus internen und externen IT-Fachleuten kann auch finanziell vorteilhaft sein.
  • Gerade für den IT-Alltag eignen sich Inhouse-Fachkräfte, bei grösseren Projekten und Implementationen hingegen bietet sich das Outsourcing an.

Die 5 häufigsten Aussagen und Argumente gegen IT-Outsourcing

Es gibt eine Menge Argumente, die gegen den Einsatz externer Dienstleister genutzt werden. Im ersten Moment klingen sie oft schlüssiger als bei genauerer Betrachtung.

1. Interne verstehen die Abläufe

Ihre eigenen IT-Mitarbeitenden wissen genau, was wie funktioniert: Sie haben Ihre IT-Landschaft mit aufgebaut, arbeiten mit ihren Schwächen und kennen alle Workarounds. Externe Dienstleister müssten sich erst mit allem vertraut machen, das dauert.

Das ist so weit richtig. Andererseits haben externe Dienstleister eine Menge Erfahrung damit, sich in unbekannten IT-Landschaften einzuarbeiten. Zudem erkennen sie Verbesserungsmöglichkeiten und potenzielle Risiken, können Ihre IT also sicherer und moderner gestalten.

2. Externe IT-Dienstleister sind teu(r)er

Die Tagessätze externer IT-Dienstleister erscheinen auf den ersten Blick hoch. Ein Vergleich mit den tatsächlichen Kosten einer internen IT-Abteilung zeigt jedoch, dass auch diese durch verschiedene Faktoren erhebliche Ausgaben verursacht:

  • IT-Fachkräfte sind auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragt, entsprechend hoch sind die Saläre und ist die Fluktuation. Recruiting und Einarbeitung kosten Zeit und Geld.
  • Wann immer Ihr Unternehmen neue Hard- oder Software nutzen möchte, müssen Sie die Weiterbildungen Ihrer IT-Mitarbeitenden bezahlen.
  • Abwesenheiten wegen Krankheit, Urlaub oder Mutter-/Vaterschaftsurlaub verursachen ebenfalls Kosten.

Zudem kann es immer wieder Phasen geben, in denen Ihre IT wenig Workload hat. Angestellte bezahlen Sie dann weiterhin. Externe Dienstleister rechnen nicht nur transparent ab, sondern skalieren ihren Einsatz bei Bedarf in beide Richtungen.

IT-Fachkräfte sind in der Regel rar und sie anzustellen ist teuer

3. Ich will keine Abhängigkeit

Einer Abhängigkeit von externen Dienstleistern können Sie leicht vorbeugen – leichter sogar als der von Angestellten: Im Arbeitsalltag erledigen alle Mitarbeitenden ihre täglichen Aufgaben meist unhinterfragt, solange alles läuft. Viele angestellte IT-Experten dokumentieren nicht jeden Arbeitsschritt.

Die Folge: Sie selbst wissen genau, was sie tun, aber niemand anderes kann es nachvollziehen. So entwickelt sich unmerklich eine Abhängigkeit von Einzelpersonen. Erst bei längerer Krankheit oder (schlimmer noch) nach einer Kündigung zeigt sich das ganze Ausmass dieser Entwicklung.

Bei externen Dienstleistern können Sie Abhängigkeiten von Beginn an aktiv reduzieren: Setzen Sie möglichst auf Open-Source-Lösungen oder auf Produkte, die sich ohne grossen Aufwand von einem Provider zum anderen migrieren lassen. Achten Sie zudem auf offene Standards statt proprietärer Technologien, sichern Sie sich vertraglich den Zugriff auf Daten und Dokumentation und behalten Sie zentrale Architekturentscheidungen im eigenen Unternehmen. So bleiben Ihre Systeme flexibel, und Sie bewahren sich die notwendige unternehmerische Handlungsfreiheit.

4. Das Problem mit der Transparenz

Viele Unternehmen befürchten bei der Auslagerung ihrer IT: Wir verlieren den Überblick. Was machen die externen Dienstleister eigentlich den ganzen Tag? Arbeiten sie effizient oder rechnen sie unnötige Stunden ab? Und bekommen wir das überhaupt mit, wenn Probleme auftreten?

Diese Sorge ist verständlich, trifft aber in der Praxis eher auf interne IT-Abteilungen zu: Interne IT-Mitarbeiter arbeiten eigenständig und ohne formale Berichtspflicht. Zwischen Projekten, Support-Anfragen und Meetings fehlt oft die Zeit für strukturierte Dokumentation. Welche Aufgaben wie lange gedauert haben, welche Entscheidungen warum getroffen wurden – das bleibt häufig im Dunkeln. Nicht aus böser Absicht, sondern weil es im Tagesgeschäft untergeht.

Professionelle IT-Dienstleister legen in ihrer Arbeit Wert auf Transparenz:

  • Regelmässige Status-Reports über durchgeführte Arbeiten
  • Detaillierte Stundenaufstellungen mit konkreten Tätigkeitsbeschreibungen
  • Dokumentierte Lösungswege und Begründungen für technische Entscheidungen
  • Klare Ansprechpartner und Eskalationswege

Das Ergebnis: Sie wissen jederzeit, woran gearbeitet wird, wie lange es dauert und was es kostet. Gerade in einem technisch komplexen Bereich schafft diese Struktur die Kontrolle, die viele bei der Auslagerung befürchten zu verlieren – während sie bei interner IT oft gar nicht erst besteht.

 

Professionelle IT-Dienstleister sind ISO-zertifiziert

5. Die Sicherheit sensibler Daten

Sensible Unternehmensdaten externen Dienstleistern anzuvertrauen – das ist für viele Entscheider die grösste Hürde beim IT-Outsourcing. Zu Recht: Datensicherheit und Compliance sind geschäftskritisch.

Gerade deshalb arbeiten professionelle IT-Dienstleister mit strengeren Sicherheitsstandards als viele interne IT-Abteilungen:

  • Zertifizierungen (ISO 27001, ISO 27017, ISO 27018) mit regelmässigen internen und externen Audits
  • DSG- und DSGVO-konforme Verträge mit Auftragsbearbeitungsvereinbarungen (ABV)
  • Dedizierte Security- und Compliance-Teams, die Gesetzesänderungen monitoren
  • Vertraglich definierte Haftung bei Sicherheitsvorfällen
  • Regelmässige Penetrationstests und Security-Updates

Interne IT-Abteilungen haben diese Ressourcen oft nicht: Security ist eine von vielen Aufgaben neben dem Tagesgeschäft. Neue Regularien, Patches oder Compliance-Anforderungen können übersehen werden. Nicht aus Nachlässigkeit, sondern aus Zeitmangel und fehlender Spezialisierung.

Hinzu kommt: Bei externen Dienstleistern ist Security nicht nur technische Notwendigkeit, sondern existenziell für das Geschäftsmodell. Ein einziger Sicherheitsvorfall kann ihren Ruf zerstören, entsprechend hoch sind die Investitionen in Prävention.

Das spricht für die Beschäftigung externer IT-Dienstleister

Es zeigt sich also, dass es eine ganze Menge Argumente für IT-Outsourcing gibt:

  • höhere Sicherheit
  • Zugang zu Expertenwissen, das im Unternehmen fehlt
  • Unabhängigkeit vom Arbeitsmarkt
  • Skalierbarkeit nach Bedarf
  • planbare Kosten

Viele der hier genannten Punkte decken sich mit den Argumenten für den Betrieb der Cloud in professionellen Data Centern. Make or Buy ist oft eine Frage der Professionalität und Prioritäten.

Das perfekte Zusammenspiel zwischen interner und externer IT

Viele Unternehmen setzen erfolgreich auf ein Hybrid-Modell, das die Stärken beider Ansätze nutzt: Interne IT-Mitarbeiter kennen die Unternehmenskultur, gewachsene Prozesse und interne Besonderheiten. Sie sind Ansprechpartner für alltägliche Support-Anfragen und betreuen etablierte Systeme. Ihr Wissen über unternehmensspezifische Abläufe und Bezeichnungen ist für die Kontinuität im Tagesgeschäft wertvoll.

Externe IT-Dienstleister bringen hingegen Vorteile, die interne Teams strukturell nicht bieten können:

  • Spezialisiertes Fachwissen für komplexe Projekte und Transformationen
  • Aktuelle Zertifizierungen und Expertise in neuen Technologien
  • Skalierbare Ressourcen bei Projekten oder Lastspitzen
  • Transparente Abrechnung und strukturierte Dokumentation
  • Unabhängiger Blick auf bestehende IT-Strukturen

Die Zusammenarbeit funktioniert dann optimal, wenn interne Mitarbeiter als Schnittstelle fungieren: Sie erklären Besonderheiten der IT-Landschaft, identifizieren Verbesserungspotenziale und stellen sicher, dass externe Expertise zielgerichtet eingesetzt wird.

Das Ergebnis: Ein schlankes internes Team für operative Stabilität, ergänzt durch externe Spezialisten für strategische Projekte – ohne die Fixkosten einer grossen IT-Abteilung.

Fazit: Keine Angst vor dem Hybrid-Modell

Die häufigsten Bedenken gegen ein IT-Outsourcing sind Kosten, Kontrollverlust, mangelnde Transparenz, Sicherheitsrisiken. Sie treffen bei professionellen Dienstleistern nicht zu. Im Gegenteil: Strukturierte Dokumentation, vertragliche Absicherung und spezialisiertes Fachwissen bieten oft mehr Sicherheit und Kontrolle als eine interne IT-Abteilung.

Die Entscheidung für Outsourcing ist keine Entweder-oder-Frage, sondern eine strategische Überlegung: In welchen Bereichen profitieren Sie von externer Expertise, Skalierbarkeit und Transparenz?

Der nächste Schritt: Analysieren Sie Ihre aktuelle IT-Situation. Welche Bereiche verursachen wiederkehrende Probleme? Wo fehlt Fachwissen? Wo bindet IT-Management Zeit, die ins Kerngeschäft fliessen sollte? Ein professioneller IT-Dienstleister kann Ihnen in einem unverbindlichen Erstgespräch aufzeigen, welche Potenziale Outsourcing für Ihr Unternehmen bietet.

Kontakt aufnehmen

Unverbindliches Angebot für IT-Outsourcing anfragen

Möchten Sie einen Kostenvergleich machen? Wir zeigen Ihnen gerne auf, welche Potenziale ein hybrides Outsourcing für Sie bietet. Fragen Sie noch heute nach Ihrem unvebindlichen Angebot.

Jetzt Kontakt aufnehmen
Beraten lassen