3. Ich will keine Abhängigkeit
Einer Abhängigkeit von externen Dienstleistern können Sie leicht vorbeugen – leichter sogar als der von Angestellten: Im Arbeitsalltag erledigen alle Mitarbeitenden ihre täglichen Aufgaben meist unhinterfragt, solange alles läuft. Viele angestellte IT-Experten dokumentieren nicht jeden Arbeitsschritt.
Die Folge: Sie selbst wissen genau, was sie tun, aber niemand anderes kann es nachvollziehen. So entwickelt sich unmerklich eine Abhängigkeit von Einzelpersonen. Erst bei längerer Krankheit oder (schlimmer noch) nach einer Kündigung zeigt sich das ganze Ausmass dieser Entwicklung.
Bei externen Dienstleistern können Sie Abhängigkeiten von Beginn an aktiv reduzieren: Setzen Sie möglichst auf Open-Source-Lösungen oder auf Produkte, die sich ohne grossen Aufwand von einem Provider zum anderen migrieren lassen. Achten Sie zudem auf offene Standards statt proprietärer Technologien, sichern Sie sich vertraglich den Zugriff auf Daten und Dokumentation und behalten Sie zentrale Architekturentscheidungen im eigenen Unternehmen. So bleiben Ihre Systeme flexibel, und Sie bewahren sich die notwendige unternehmerische Handlungsfreiheit.
4. Das Problem mit der Transparenz
Viele Unternehmen befürchten bei der Auslagerung ihrer IT: Wir verlieren den Überblick. Was machen die externen Dienstleister eigentlich den ganzen Tag? Arbeiten sie effizient oder rechnen sie unnötige Stunden ab? Und bekommen wir das überhaupt mit, wenn Probleme auftreten?
Diese Sorge ist verständlich, trifft aber in der Praxis eher auf interne IT-Abteilungen zu: Interne IT-Mitarbeiter arbeiten eigenständig und ohne formale Berichtspflicht. Zwischen Projekten, Support-Anfragen und Meetings fehlt oft die Zeit für strukturierte Dokumentation. Welche Aufgaben wie lange gedauert haben, welche Entscheidungen warum getroffen wurden – das bleibt häufig im Dunkeln. Nicht aus böser Absicht, sondern weil es im Tagesgeschäft untergeht.
Professionelle IT-Dienstleister legen in ihrer Arbeit Wert auf Transparenz:
- Regelmässige Status-Reports über durchgeführte Arbeiten
- Detaillierte Stundenaufstellungen mit konkreten Tätigkeitsbeschreibungen
- Dokumentierte Lösungswege und Begründungen für technische Entscheidungen
- Klare Ansprechpartner und Eskalationswege
Das Ergebnis: Sie wissen jederzeit, woran gearbeitet wird, wie lange es dauert und was es kostet. Gerade in einem technisch komplexen Bereich schafft diese Struktur die Kontrolle, die viele bei der Auslagerung befürchten zu verlieren – während sie bei interner IT oft gar nicht erst besteht.


