Was ist der Nachteil der Google-Authenticator-App? Fehlende Verschlüsselung in der Kritik
Im April 2023 führte Google dann eine Neuerung ein: Es ermöglichte ab sofort, die Google-Authenticator-Schlüssel in Ihrem Google-Konto zu sichern, sodass Sie den Google Authenticator auch auf zwei Geräten oder mehr auch von verschiedenen Geräten dazu befähigt sind, sich in Ihr Konto einzuloggen – beim Verlust des Smartphones kann das zum Beispiel hilfreich sein, um den Authenticator direkt auf einem neuen Gerät zu installieren.
Experten warnen allerdings vor grossen Sicherheitslücken, insbesondere für Menschen, die über sensible Daten, etwa Kundendetails, verfügen.
Denn sobald jemand Zugriff auf Ihr Google-Konto erhält, könnte er unter Umständen auch auf ihre 2FA-Codes stossen, da die Daten im Klartext übertragen und somit schnell einsehbar ist, wie Heise-Verlag in einem Selbsttest herausfand. Genauer gesagt: Es gibt zwar eine geschützte Übermittlung dank TLS (Transport Layer Security), allerdings keine Ende-zu-Ende-Verschlüsslung (E2E), sodass die Daten für Google – oder potenzielle Angreifer – sichtbar werden.
Vorteile der Cloud-Synchronisierung
Die Möglichkeit, Authenticator-Daten in der Cloud zu sichern, bringt grundsätzlich aber auch einen wichtigen Vorteil mit sich: Geht das Smartphone verloren oder wird es ausgetauscht, lassen sich die 2FA-Schlüssel unkompliziert auf einem neuen Gerät wiederherstellen – egal, ob auf dem Laptop, dem Tablet oder eben dem Smartphone. Das erhöht die Nutzerfreundlichkeit und minimiert Ausfallzeiten. In Unternehmen kann die Synchronisierung ausserdem über ein zentrales Konto die Verwaltung vereinfachen – vor allem bei der Einrichtung neuer Geräte oder bei Mitarbeiterwechseln.
Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die gesicherten Daten zuverlässig verschlüsselt sind – idealerweise durch eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, bei der nur Sie selbst Zugriff auf die Inhalte haben.





